Lucas · Kapitel 16 Zur Bibliothek
Lucas und Max auf dem Weg zurück ins Dorf
Kapitel 16

Lucas

Der Weg zurück
Lucas · Der Weg zurück

Gemeinsam hatten Max und Lucas die Nacht in der Holzhütte verbracht. Nach dem harten Arbeitstag waren sie sehr schnell eingeschlafen.

Draußen war es still geworden. Der Kohlemeiler war stumm. Kein Rauch stieg mehr aus seiner Erddecke auf.

Der neue Tag begann ganz entspannt. Max und Lucas machten sich fertig und gingen als Erstes noch einmal um den Meiler. Max kontrollierte alles aufmerksam.

Nach seinem Rundgang war er sehr zufrieden. Es gab keinen Grund mehr, länger hier draußen zu bleiben.

„Heute können wir den Platz verlassen und zurück ins Dorf gehen“, sagte Max.

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Lucas · Der Weg zurück

Sie standen sich gegenüber und sahen sich lange in die Augen. Für einen Moment sagte keiner von beiden etwas.

Doch sie wussten beide, was der andere dachte. Sie waren aus dem gleichen Holz geschnitzt.

Und dafür war Lucas dankbar. Sein Großvater hatte ihm sehr viel beigebracht. Nicht nur das Köhlerhandwerk, sondern auch Geduld, Ausdauer und Verantwortung.

Lucas wusste, dass vieles von dem, was heute in ihm steckte, von Max gekommen war. Dafür war er seinem Großvater dankbar.

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Lucas · Der Weg zurück

Als sie alle Werkzeuge zusammengetragen und ordentlich verstaut hatten, hörten sie plötzlich Hufgeklapper auf dem Waldweg.

Das Geräusch kam langsam näher. Max hob den Kopf und lauschte. Auch Lucas blieb stehen.

Dann tauchte zwischen den Fichten der Holzkarren auf. Friedrich saß auf dem Kutschbock und lenkte sein Pferd den Waldweg hinauf.

Max lächelte. „Da kommt Friedrich.“

Jetzt war es wirklich Zeit, den Platz am Kohlemeiler zu verlassen und zurück ins Dorf zu gehen.

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Lucas · Der Weg zurück

Friedrich kam mit seinem Pferd und dem Holzkarren auf den Platz gefahren. Er hielt an, stieg vom Kutschbock und sah Max und Lucas an.

Dann lächelte er. „Ihr könnt wirklich stolz auf euch sein. Ihr habt in den letzten Wochen perfekte Arbeit geleistet.“

Er blickte noch einmal zum Kohlemeiler hinüber. „Ich weiß, dass das nicht einfach war. Und ich möchte mich ehrlich dafür bedanken.“

Max nickte ihm zu. Lucas sagte nichts. Doch in seinem Gesicht war zu sehen, wie sehr ihn diese Worte berührten.

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Lucas · Der Weg zurück

Sie luden gemeinsam die Werkzeuge auf den Holzkarren. Dann holten sie auch das kleine Holzfass aus der Hütte am Waldrand.

Dort hatten sie während der vergangenen Wochen die menschlichen Hinterlassenschaften gesammelt und das Fass dafür teilweise im Boden eingegraben.

Friedrich betrachtete das Fass und nickte. „Das nehme ich mit. Auf meinem Bauernhof kann ich es einfach entsorgen.“

Damit war auch das letzte Zeugnis ihrer langen Zeit im Wald verstaut. Max und Lucas sahen noch einmal zur kleinen Holzhütte hinüber.

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Lucas · Der Weg zurück

Die drei Männer gingen ein letztes Mal zum Meiler – oder zu dem, was von ihm übrig geblieben war.

Gemeinsam kontrollierten sie alles noch einmal ganz genau. Kein Werkzeug durfte vergessen werden. Nichts sollte zurückbleiben.

Schließlich blieb Max stehen und sah sich noch einmal um. „Alles ist in Ordnung“, sagte er zufrieden.

Damit war ihre Arbeit im Wald endgültig beendet.

Zurück bei der Holzhütte wollte Friedrich Max und Lucas auf seinem Holzkarren mitnehmen. Doch die beiden wollten lieber in aller Ruhe durch den Wald zurück ins Dorf gehen.

„Dann macht es gut“, sagte Friedrich. „Und wir sehen uns dann im Dorf.“

„Bis bald, Friedrich“, antwortete Max.

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Lucas · Der Weg zurück

Sie gingen über den Waldweg in Richtung Dorf. Die Fichten standen dicht an beiden Seiten des Weges.

Nach einer Weile sah Lucas zu seinem Großvater. „Was uns dort wohl erwartet?“

Als sie die erste Straße des Dorfes erreichten, bemerkten sie sofort reges Treiben. Überall arbeiteten Menschen emsig an den Vorbereitungen für das Dorffest.

An einer Ecke stand ein Holzwagen mit einem Schleifstein. Lucas sah ihn an. „Der gehört bestimmt dem Messerschleifer.“

Sie gingen weiter. Ein paar Männer gruben bereits das Fundament für die Zehntscheuer aus.

Immer mehr Bewohner bemerkten nun Max und Lucas. Sie winkten ihnen zu. Manche riefen: „Schön, dass ihr wieder da seid, wir brauchen euch hier im Dorf!“

Max blieb stehen und sah Lucas an. Nach all den Wochen im Wald fühlte sich dieser Empfang besonders gut an. Sie waren wieder zu Hause.

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Lucas · Der Weg zurück

Von einem kleinen Hügel führte ein Weg hinab ins Dorf. Dort blieb Lucas plötzlich stehen.

Weiter unten sah er die Umrisse eines Wagens mit einem hölzernen Aufbau. Sein Herz begann schneller zu schlagen.

„Ich hoffe, es ist Marie mit ihrer Familie und dem Puppentheater.“

Lucas griff unter sein Hemd und hielt die kleine Holzfigur fest in der Hand. All die vergangenen Wochen, die Arbeit im Wald und seine Gedanken an Marie gingen ihm durch den Kopf.

Dann blickte er noch einmal hinunter zum Wagen.

Und sagte laut: „Wir sehen uns bald.“

Damit endete der Weg durch den Wald – und zugleich die Geschichte von Lucas.

8

Ende des Romans

Der Weg zurück

„Wir haben es geschafft“, sagte Lucas leise.