Lucas · Kapitel 11Zur Bibliothek
Federzeichnung: Lucas erklärt sechs Schulkindern den Kohlenmeiler
Kapitel 11

Lucas

Unterricht am Kohlenmeiler
Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

Lucas hatte schlecht geschlafen.

Immer wieder war er aufgewacht, hatte sich auf seinem Strohlager herumgedreht und versucht, seine Gedanken zur Ruhe zu bringen.

Doch kaum waren seine Augen wieder geschlossen, begann es von Neuem.

In drei Tagen sollte der Kohlenmeiler gelöscht werden.

Wie würde das Ablöschen funktionieren? Würde die Holzkohle überall gleichmäßig ausgeglüht sein? Was geschah, wenn beim Öffnen des Meilers plötzlich wieder Glut aufflammte?

Auch Friedrich ging ihm durch den Kopf.

Würde er genügend kräftige junge Männer finden, die beim Ausräumen und Abfüllen halfen?

Und dann waren da noch die sechs Schulkinder.

Welche Fragen würden sie stellen? Würde der Oberlehrer ihn unterstützen, wenn etwas aus dem Ruder lief?

Lucas war in dieser Nacht immer wieder aufgewacht.

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

Als am Morgen das erste fahle Licht durch das kleine Fenster fiel, setzte Lucas sich auf.

Er hatte das Gefühl, kaum länger als eine Stunde am Stück geschlafen zu haben.

Vor der Hütte saß Max bereits am Holztisch.

Lucas setzte sich ihm gegenüber.

Jeder nahm eine dicke Scheibe Brot und legte Speck darauf.

Eine Weile aßen sie schweigend.

Max bemerkte die müden Augen seines Enkels und die Unruhe, mit der Lucas immer wieder zum Meiler und zum Waldweg blickte.

„Schlecht geschlafen?“

Lucas nickte.

„Ziemlich.“

Max ließ sich Zeit, biss von seinem Brot ab und sah ihn schließlich an.

„Wir schaffen das.“

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

Lucas hielt einen Moment inne.

Er kannte seinen Großvater gut genug. Max sprach solche Worte nicht aus, nur um jemanden zu beruhigen.

Wenn er etwas sagte, dann meinte er es auch.

Lucas spürte, wie sich etwas in ihm löste.

Die Gedanken der Nacht waren noch da, aber sie drängten nicht mehr alle gleichzeitig auf ihn ein.

Er sah Max an.

„Danke.“

Nur dieses eine Wort.

Aber Lucas meinte es ehrlich.

Max nickte.

Lucas nahm wieder sein Brot mit Speck in die Hand und spürte, wie er innerlich ruhiger wurde.

Eine Aufgabe nach der anderen.

Heute waren erst einmal die Kinder an der Reihe.

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

Noch war es ruhig am Meiler.

Aus dem Wald drangen die vertrauten Geräusche zur Holzhütte herüber.

Hoch oben rauschte ein leichter Wind durch die Wipfel der Fichten.

Irgendwo klopfte ein Specht gegen einen Stamm.

Ein Rotkehlchen ließ seinen hellen Gesang hören.

Etwas weiter entfernt rief eine Krähe.

Lucas musste lächeln.

Der Wald wusste nichts von seiner unruhigen Nacht und nichts von sechs Schulkindern.

Für ihn war es einfach ein neuer Morgen.

Max und Lucas genossen diese angenehme Ruhe noch einige Augenblicke.

Dann hob Max plötzlich den Kopf.

Auch Lucas hatte es gehört.

Viele Schritte kamen aus der Ferne näher.

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

Erst waren die Geräusche kaum wahrnehmbar.

Dann wurden sie deutlicher.

Schuhe traten auf trockene Zweige, Laub raschelte, und hin und wieder knackte ein Ast unter einem Fuß.

Dazwischen waren gedämpfte Kinderstimmen zu hören.

Max sah sie zuerst.

„Da sind sie.“

Lucas folgte seinem Blick.

Der Oberlehrer und seine sechs Schüler bogen auf den schmalen Abzweig des Waldweges zum Kohlenmeiler ein.

Und plötzlich wurde es still.

Die Kinder blieben am Rand der Lichtung stehen.

Keines drängelte nach vorn.

Keines rief etwas.

Sie sahen den großen dunklen Meiler, die kleine Holzhütte und die beiden Köhler.

Jetzt warteten auch sie gespannt darauf, was auf sie zukommen würde.

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

Lucas ging ihnen einige Schritte entgegen.

„Guten Morgen zusammen. Schön, dass ihr da seid.“

Ein leises „Guten Morgen“ kam zurück.

Lucas deutete auf Max.

„Das dort ist Max.“

Max hob kurz die Hand zur Begrüßung.

„Und ich bin Lucas, sein Enkel.“

Jetzt kannten die Kinder wenigstens die Namen der beiden Köhler.

Die ersten vorsichtigen Blicke wurden neugieriger, und die sechs machten einige Schritte nach vorn.

Lucas hob die Hand.

„Ihr solltet hier achtsam sein.“

Sofort blieben die Kinder stehen.

„Es ist gefährlich, wenn man dem Kohlenmeiler zu nahe kommt. Unter der Erde und dem Kohlenstaub ist es sehr heiß.“

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

„Ihr dürft euch alles ansehen“, fuhr Lucas fort. „Ihr dürft fragen und sollt heute sogar möglichst viele Fragen stellen.“

Einige Gesichter hellten sich auf.

„Aber ihr bleibt immer dort, wo Max, euer Oberlehrer oder ich euch erlauben hinzugehen.“

Der Oberlehrer stand etwas hinter seinen Schülern und ließ Lucas bewusst machen.

Ein Junge hob vorsichtig die Hand.

Lucas zeigte auf ihn.

„Du zuerst.“

„Seit wann seid ihr denn schon hier?“

Lucas sah kurz zu Max hinüber.

„Seit einigen Wochen. Aber Max kennt diese Arbeit schon viel länger als ich.“

„Und ihr wohnt die ganze Zeit hier draußen?“

„Ja. Solange der Meiler arbeitet, können wir ihn nicht allein lassen. Auch nachts nicht.“

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

Ein Mädchen musterte Lucas, besonders den dunklen Kohlenstaub an seinem Gesicht und seiner Kleidung.

„Warum macht ihr euch eigentlich so viel Arbeit? Und warum seid ihr dabei immer so schwarz?“

Einige Kinder kicherten.

Lucas strich sich unwillkürlich über die Wange und machte den schwarzen Streifen nur breiter.

Jetzt lachten sie noch mehr.

„Jetzt wahrscheinlich noch mehr“, sagte Lucas.

Dann nahm er ein kleines Stück Holzkohle vom Tisch.

„Wegen so etwas hier machen wir uns die Arbeit.“

Er erklärte, dass das Holz im Meiler nicht einfach zu Asche verbrennen durfte, sondern langsam zu Holzkohle wurde.

„Damit kann man sehr große Hitze erzeugen. Schmiede brauchen Holzkohle für ihre Feuer.“

Das Mädchen nahm das Stück vorsichtig in die Hand.

„Das ist ja ganz leicht.“

Als sie ihre schwarzen Finger sah, lachten die anderen Kinder erneut.

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

Lucas legte das Stück Holzkohle wieder auf den Tisch.

„Jetzt gehen wir gemeinsam zum Kohlenmeiler.“

Sofort wanderten alle Blicke zu dem dunklen Hügel.

„Ihr bleibt bei mir. Keiner läuft dort allein herum.“

Die Kinder nickten.

„Max und ich sind für euch verantwortlich, solange ihr hier seid. Ihr seid heute hier, um den Beruf des Köhlers ein wenig kennenzulernen.“

Ein Junge wollte bereits etwas fragen.

Lucas lächelte.

„Heb dir die Frage noch einen Augenblick auf. Wenn wir vorne sind, könnt ihr wieder fragen.“

Er ging voraus, die sechs Kinder folgten, der Oberlehrer ging hinter ihnen und Max bildete den Abschluss.

Am sicheren Bereich vor dem Meiler blieb Lucas stehen.

„Bis hierher und nicht weiter.“

Die Kinder stellten sich neben ihm auf.

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

Ein Junge hob die Hand.

„Wie lange braucht man denn, um so einen Hügel aufzubauen?“

Lucas überlegte kurz.

„Mehrere Tage. Und vorher muss das ganze Holz vorbereitet werden.“

Er erklärte, wie das Holz auf die richtige Länge gebracht, um den Schacht gestellt und möglichst dicht geschichtet wurde.

„Dann kommt eine Schicht aus Reisig und darüber Erde. So können wir später bestimmen, wie viel Luft in den Meiler gelangt.“

„Das macht ihr alles mit der Hand?“

Lucas grinste.

„Seht ihr hier irgendwo eine Maschine?“

Die Kinder lachten.

„Für einen Meiler dieser Größe brauchen erfahrene Köhler mehrere Tage. Wenn das Holz erst noch hergerichtet und herangeschafft werden muss, dauert die Vorbereitung natürlich noch länger.“

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

„Und wie wird der Meiler heiß?“, fragte ein Mädchen.

Lucas zeigte auf die obere Mitte.

„Beim Aufbau lassen wir einen Schacht frei. Durch ihn bringen wir glühende Holzkohle und kleine brennende Holzstücke hinein.“

Ein Junge runzelte die Stirn.

„Dann brennt doch das ganze Holz ab.“

„Genau das darf nicht passieren. Wir wollen kein großes Feuer. Das Holz soll langsam erhitzt werden.“

Lucas zeigte auf die kleinen Zuglöcher.

„Mit ihnen bestimmen wir, wie viel Luft hineinkommt. Bei zu viel Luft würde das Holz richtig brennen und am Ende hätten wir Asche.“

„Und bei zu wenig Luft?“

„Dann arbeitet der Meiler nicht richtig weiter. Deshalb müssen wir ihn Tag und Nacht beobachten.“

Er deutete auf den dünnen Rauch.

„Auch der Rauch verrät uns viel.“

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

Ein Junge meldete sich.

„Von wem habt ihr eigentlich das ganze Holz? Gehört das dem Dorf?“

Lucas schüttelte den Kopf.

„Nein. Das Holz gehört Friedrich.“

Einige Kinder kannten den Bauern und nickten.

„Friedrich hat das Holz bereitgestellt. Max und ich verkohlen es für ihn.“

„Dann gehört die Holzkohle nachher auch Friedrich?“

„Genau.“

Lucas erklärte, dass die fertige Holzkohle später ausgeräumt, in Säcke gefüllt und von Friedrich abgeholt werde.

„Einen Teil kann er verkaufen. Besonders Schmiede brauchen sie.“

Ein Junge fragte: „Dann warst du vorher gar kein Köhler?“

Lucas lächelte.

„Nein. Ich habe einmal bei einem Schlosser gearbeitet. Das Köhlerhandwerk bringt mir Max bei.“

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

Ein anderer Junge blickte eine Weile zum Meiler.

„Lucas, können wir gemeinsam mit dir einen Schritt nach vorne gehen? Wir riechen den Rauch, aber ich möchte auch die Wärme spüren.“

Sofort wurden die anderen Kinder aufmerksam.

Lucas sah zu Max.

Max prüfte den Meiler, die Windrichtung und den Boden und nickte schließlich.

„Gut“, sagte Lucas. „Wir gehen gemeinsam einen Schritt nach vorne. Nicht mehr.“

Der Oberlehrer trat hinter seine Schüler.

Langsam führte Lucas die Gruppe etwas näher an den Meiler.

„Hier bleiben wir.“

Die Kinder hielten ihre Hände vor sich, ohne etwas anzufassen.

Ein Mädchen weitete die Augen.

„Ich spüre es!“

Auch die anderen merkten nun die gleichmäßige Wärme, die vom Meiler ausging.

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

„Und jetzt wisst ihr, warum niemand allein an den Meiler gehen darf“, sagte Lucas.

Ein Junge nickte.

„Von weiter hinten merkt man gar nicht, wie warm der ist.“

„Genau.“

Ein anderes Kind schnupperte.

„Hier riecht er auch stärker.“

Lucas lächelte.

„Jetzt habt ihr ihn gesehen, gerochen und seine Wärme gespürt.“

Dann führte er alle wieder einen Schritt zurück.

Ein Mädchen meldete sich noch einmal.

„Und wann ist das alles fertig?“

„Wenn alles weiterhin so gut läuft wie bisher, beginnen wir in drei Tagen mit dem Löschen.“

„Dann macht ihr Wasser drauf?“

Lucas schüttelte den Kopf.

„So einfach ist es nicht.“

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

Max trat nun etwas näher.

„Beim Löschen müssen wir genauso vorsichtig sein wie beim Verkohlen.“

Lucas erklärte weiter:

„Wir sorgen dafür, dass der Meiler immer weniger Luft bekommt. Die Glut im Inneren muss langsam ersticken und abkühlen.“

„Und dann macht ihr den ganzen Hügel kaputt?“

Lucas lachte.

„Irgendwann müssen wir hinein, wenn wir an die Holzkohle kommen wollen.“

Er zeigte auf die dunkle Erdschicht.

„Wenn alles genügend abgekühlt ist, öffnen wir den Meiler vorsichtig und holen die Holzkohle heraus.“

„Dann seid ihr danach bestimmt noch schwärzer als jetzt“, sagte das Mädchen mit den schwarzen Fingern.

Lucas sah zu Max.

„Das kann durchaus passieren.“

Die Kinder lachten.

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

An dieser Stelle hatten die Kinder keine weiteren Fragen mehr.

Max trat zu ihnen.

„Dann zeige ich euch noch, wo wir hier draußen wohnen.“

Sofort wanderten die Blicke zur Holzhütte.

Max öffnete die Tür.

„Ihr könnt hineinschauen. Aber nicht alle gleichzeitig.“

Immer zwei Kinder traten neugierig an die Tür.

Im Inneren sahen sie das einfache Strohlager, zusammengelegte Decken, Arbeitskleidung, Werkzeuge und einige irdene Gefäße.

„Hier schlaft ihr wirklich?“

„Jede Nacht“, antwortete Max.

„Und wenn es regnet?“

Max sah das Mädchen an.

„Dann sind wir froh, dass die Hütte ein Dach hat.“

Die Kinder lachten.

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

Gerade wollte der Oberlehrer seine Schüler wieder zusammenrufen, als hinter der Holzhütte Schritte zu hören waren.

Lucas drehte sich um.

Zwei junge Frauen kamen um die Ecke der Hütte.

Katharina und Barbara.

Beide trugen ihre guten Kleider und feste Schuhe. Eine von ihnen hatte einen kleinen Korb über den Arm gehängt.

Lucas starrte sie überrascht an.

„Was macht ihr denn mit euren schönen Kleidern hier an so einem schmutzigen Platz?“

Katharina blieb stehen.

„Das ist ja eine freundliche Begrüßung.“

Barbara musste lachen.

Max dagegen sagte zunächst gar nichts.

Man sah ihm deutlich an, dass ihn dieser unerwartete Besuch irritierte.

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

Der Oberlehrer wandte sich an Max und Lucas.

„Vielen Dank euch beiden. Die Kinder haben heute viel gesehen und gelernt.“

Die sechs Kinder riefen fast gleichzeitig:

„Danke!“

Lucas lächelte.

„Gern geschehen. Wir werden uns bestimmt einmal im Dorf sehen.“

Dann sah er zu Katharina und Barbara.

„Ihr zwei solltet am besten mit dem Oberlehrer und den Kindern zurück ins Dorf gehen.“

Katharina sah ihn überrascht an.

„Wir sind doch gerade erst angekommen.“

„Ich weiß. Aber Max und ich haben jetzt noch viel Arbeit. Wir können uns nicht um euch kümmern.“

Barbara hob die Augenbrauen.

„Um uns kümmern?“

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

Lucas schüttelte den Kopf.

„Darum geht es nicht. Das hier ist ein gefährlicher Platz. Der Meiler sieht harmloser aus, als er ist.“

Er deutete zum Kohlenmeiler.

„Max und ich müssen arbeiten und können nicht ständig darauf achten, wo ihr gerade seid.“

Kurz herrschte Stille.

Dann sagte Lucas:

„Bitte begleitet den Oberlehrer und die Kinder ins Dorf.“

Der Oberlehrer nickte.

„Gegen zwei zusätzliche Begleiterinnen hätte ich nichts einzuwenden.“

Katharina sah Lucas noch einmal an.

„Du schickst uns also wirklich wieder nach Hause?“

„Heute ja.“

Lucas lächelte leicht.

„Ihr habt euch außerdem die falschen Kleider für einen Besuch bei zwei Köhlern ausgesucht.“

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

Schließlich schlossen sich Katharina und Barbara dem Oberlehrer und den Kindern an.

Nach einigen Schritten drehte Katharina sich noch einmal um.

Lucas hob kurz die Hand.

Dann verschwanden alle zwischen den Fichten.

Die Stimmen wurden langsam leiser, bis wieder nur der Wald und der Meiler zu hören waren.

Lucas atmete tief durch.

Als er sich umdrehte, stand Max noch immer vor der Hütte und sah ihn an.

Einen Augenblick sagte er nichts.

Dann meinte er nur:

„Du warst gut.“

Lucas blieb stehen.

Mehr kam nicht.

Kein langes Lob. Keine Erklärung.

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Lucas · Unterricht am Kohlenmeiler

Doch Lucas wusste, was diese wenigen Worte bedeuteten.

Max lobte selten.

Und wenn er es tat, meinte er es auch so.

Lucas lächelte.

„Danke.“

Max nickte und wandte sich wieder dem Kohlenmeiler zu.

„Jetzt sehen wir nach unserem Freund.“

Lucas nahm seine Meilerstange und ging neben seinem Großvater her.

Wieder kehrte Ruhe auf der Lichtung ein.

Am Morgen hatte Lucas noch nicht gewusst, ob er dieser Aufgabe gewachsen war.

Jetzt wusste er es.

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Ende des elften Kapitels

Unterricht am Kohlenmeiler

Am Morgen war Lucas noch voller Zweifel. Jetzt wusste er, dass er dieser Aufgabe gewachsen war.